Sechser, Bella, Wash & Faye

Sechser, Bella, Wash & Faye
Foto: Sven Ihlenfeld

WILDES BERLIN:
Das tierische Hauptstadtmusical

Off-Musical

Mit Christian Näthe, Emma Rönnebeck, Konstanze Kromer & Lars Kemter

Berlin ist wild: Füchse, Biber, Waschbären und Wildschweine bevölkern die Stadt. Von den Millionen Ratten und Tauben wollen wir gar nicht erst reden.

WILDES BERLIN macht die animalischen Hauptstädter zu Helden einer schrillen Fabel: singende Füchse und rappende Tauben auf der Suche nach dem kleinen Glück in der großen Stadt; Gemeinschaft und Liebe, volle Mülltonnen und öffentliches WiFi. Wie »Cats«, nur mit viel mehr Sex und Drogen. Und viel weniger Katzen.

Schauplatz ist der Görlitzer Park – dort, wo Berlin am wildesten ist. Ein amerikanischer Hipster-Waschbär und eine Proletenfüchsin aus dem Märkischen Viertel futtern Gras und erleben den Filmriss ihres Lebens. Am nächsten Morgen wacht man neben einer (menschlichen) Leiche auf… Und alles deutet darauf hin, dass der Mörder ein Tier war!

Während der Waschbär mithilfe eines polnischen Automarders und einer Türkentaube versucht den Mordfall aufzuklären, muss die Füchsin erkennen, dass sie im Vollrausch Sex mit einem Kaninchen aus Wilmersdorf hatte ...

Halb so wild!

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Berlin ist nicht nur die Hauptstadt der guten Laune, sondern auch die Hauptstadt der Wildtiere: Tausende und abertausende von Tauben, Eichhörnchen, Krähen, Kaninchen und Spatzen bevölkern unsere Dächer und Kanäle, unsere Straßen und Parks. Rechnet man die Ratten mit, geht die Zahl in die Millionen. Zunehmend machen sich sogar große Tiere in der Innenstadt breit: Füchse und Waschbären, Wildschweine und Biber. Zeit, all diesen Kreaturen ein Show-Denkmal zu setzen – das weltoffene Berliner, Zugezogene und Touristen gleichermaßen anspricht.

Davon abgesehen, dass die Großstadttiere unserer Show ganz andere Sorgen haben als wir Großstadtmenschen, haben sie genau die gleichen Sorgen: die Suche nach Nähe, einer guten Mahlzeit und einer erschwinglichen Bleibe. Dabei stellt jedes unserer Tiere einen bestimmten Typus Berliner dar – und bildet so die Stadt in ihrer Gesamtheit ab: alt/jung, reich/arm, zugezogen/eingesessen, Heteros/Homos, Veganer/Fleischfresser und und und. Natürlich läuft das nicht immer reibungslos: Bei Schnauze mit Herz dominiert oft die Schnauze. (Wie bei den menschlichen Berlinern ja auch.)

Der Schlussakkord bleibt freilich ein heiterer: Bei allen Animositäten finden die unterschiedlichen Tiere am Ende in Freundschaft, ja Liebe zusammen. Wenn es hart auf hart kommt, steht jeder in der Gemeinschaft für den anderen ein. »Wir sind Berlin« – und Berliner halten zusammen.

Figuren:

Wash (amerikanischer Hipster-Waschbär)
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Waschbär Wash ist ein klassischer, vielleicht der klassische Kulturfolger überhaupt: Ein Partytier mit Stil und Esprit, dem es in Seattle zu langweilig, zu voll und zu teuer geworden ist – weswegen er kurzerhand ausgewandert ist in die hippe Hauptstadt der Mülleimer und finsteren Winkel: »Ick bin ein Waschbärliner!« (Manchmal ist ihm Berlin freilich zu dreckig, denn Wash leidet – neben anderen Neurosen – unter einem für Straßentiere unüblichen Hygienefimmel/Waschzwang.)
Und Wash ist Veganer. Als also im Görlitzer Park eine Menschenleiche gefunden wird und alles darauf hindeutet, dass sich ausgerechnet Wash an dem Typen sattgefressen hat, wirft es den Waschbären vollkommen aus der Bahn. Ist dies sein Coming-out als Fleischfresser? Hat er am Ende auch noch Tollwut? Und warum um Himmels Willen hat er die Mahlzeit vorher nicht, wie üblich, mit Fleur de Sel gewürzt und fotografiert?

Faye (Reinickendorfer Prolo-Füchsin mit Herz und Schnauze)
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Die stolze Füchsin aus dem Märkischen Viertel hat ein Problem mit Gewalt und Alkohol, insbesondere dann, wenn sich beide Dinge verbinden. Einerseits sehnt sich die Berliner Bitch nach Gemeinschaft und Liebe, andererseits hält sie sich alle anderen Tiere mit Pöbeleien und Eckzähnen von Leib und Seele: »Verpiss dich, du Kackstelze, oder ich reiß dir den Kopf ab!« (Und das ist beileibe nicht metaphorisch gemeint.) Ganz besonders nagt an der einsamen Jägerin, dass sie derzeit aufgrund des knappen Wohnraums gezwungen ist, zur Untermiete bei Sechser zu wohnen. In einer WG mit einem Kaninchen! Wenn das die Runde macht, ist Fayes Ruf ruiniert.
Faye muss lernen, sich endlich für andere zu öffnen und zu ihrer zarten Seite zu stehen. Faye muss lieben lernen. Und eine Tollwutimpfung wäre vielleicht auch nicht das Schlechteste.

Sechser (Kaninchen mit Brille aus Wilmersdorf)
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Dort, wo der Hohenzollerndamm in die Bundesallee mündet, liegt im Strom die Kanincheninsel: Eine 40 m2 große Verkehrsinsel, die ein Kaninchenrudel beherbergt. Die Kaninchen verlassen ihr fruchtbares Eiland nur höchst selten. Einer von den sporadischen Freigängern ist Sechser, das sechste Kind im sechsten Wurf.
Segelohren, Hasenzähne, zu große Füße, dazu Asthma und Schwerhörigkeit durch das Leben im Verkehr – Sechser ist ein Nerd, wie er im Buche steht. Und doch behauptet sich das »Opfer« in der Gruppe der Großstadttiere – darunter zahlreiche Fressfeinde! – mit einer erstaunlichen Chuzpe. Denn Sechser ist alles andere als ein Angsthase, und er ist willens, für seine Freunde und seine Liebe bis in den Tod zu gehen...

Ülker (Kreuzberger Türkentaube)
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Obwohl Ülkers Familie schon seit 20 Generationen in Deutschland lebt, merkt man Ülker den Migrationshintergrund noch immer an. Als klassischer »Zugvogel« erntet sie die Hochbahnhöfe der Linie 1 von Hallesches Tor bis Warschauer Straße ab und ernährt sich von Fastfood, Eiswaffeln und Cola-Resten. Ülker ist alles andere als eine Schleiereule, aber sie bekennt sich selbstbewusst zu den bodenständigen Werten ihrer Vorfahren: Ehre. Keuschheit. Frömmigkeit. Vor den Hackattacken ihres Mannes ist Ülker ins Taubenhaus geflogen, äh, geflohen.
Auf die fremdenfeindliche Diskriminierung durch die hiesigen Straßentauben reagiert Ülker gelassen: »In zwanzig Jahren haben wir uns eh so sehr vermehrt, dass sie die Minderheit sind.« Weshalb Ülker auch gerade ihr x-tes Ei ausbrütet. Und in der Aufklärung des Mordfalls kommt »Inspektor Colomba« als Erste auf die richtige Spur...

Prenzlbiber (…aus Biberach)
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BiBerlin! Früher war die Gegend zwischen Pappel- und Kastanienallee von ostdeutschen Wasserratten bevölkert, doch die haben die Einwanderer aus dem Südwesten größtenteils vertrieben. Die Bauten der Wasserratten wurden entweder saniert oder kurzerhand durch raumgreifende Neubauten (Biberburgen) ersetzt. Nun ist der Prenzlbiber in seinem Kiez weitgehend unter seinesgleichen; setzt massenweise Minibiber in die Welt; kauft ungespritztes Holz aus regionalem Anbau und genießt eine gepflegte Latte am Hellholzplatz. (Achtung bei Zelluloseintoleranz!)
Sein selbstgerechter Auftritt und sein stumpfer Dialekt tun ein Übriges: Der Prenzlbiber ist unter den Hauptstadttieren nicht gut gelitten. Und dennoch ist es ausgerechnet er, der unsere Helden aus allergrößter Not errettet...


Und ferner:

Bella (katzengrasabhängige Berberkatze)
Jerzy (polnischer Automarder)
Rex (deutscher Schäferhund & ehemaliger Suchtmittelspürhund der Berliner Polizei)

Regie: Denis Fischer

Idee und Buch: Robert Löhr
Musik: Wolfgang Böhmer
Songtexte: Tom van Hasselt

Ausstattung & Kostüm: Jenny Dechêne
Regieassistenz: Larissa Copetti
Choreographie: Kathleen Bauer
Musikproduktion: Carsten Schmelzer, Bassball Production

Buchtipp!
Robert Löhr & Christoph Rode: Wildes Berlin
Ein Bestarium der Hauptstadt
www.bebraverlag.de

Eine Produktion des BKA Theaters in Kooperation mit Theater Mogul

Homepage: wildesberlin.eu

     

Termine

10.05.2017 | 20:00  Tickets verfügbar
11.05.2017 | 20:00  Tickets verfügbar
12.05.2017 | 20:00  Tickets verfügbar
13.05.2017 | 20:00  Tickets verfügbar

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20.07.2017 | 20:00  Tickets verfügbar
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29.07.2017 | 20:00  Tickets verfügbar

BKA Theater

Eintrittspreise
ab 21,00 € in Reihe (Kategorie 2)
ab 25,00 € am Tisch (Kategorie 1)

Informationen zu Ermäßigungen und den Saalplan finden Sie hier

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